



Was, wenn wir einfach die Zeit vergessen? Nur für einen Augenblick.
Ich weiß, es ist ein ganz und gar utopischer Gedanke, sich von der Zeit zu befreien. Vom Zeitdruck der Zeitmessung gepaart mit dem Phänomen der Gleichzeitigkeit erscheint es absolut unmöglich, die Grenzen unserer Wahrnehmung zu überschreiten.
Wir sind auf das frozen now trainiert. Die Zeit jedoch ist fließend. Und selbst das, was wir als das Jetzt wahrnehmen, hat eine Dauer von 3 Sekunden. Vieles in unserem Leben hat mit der Dauer zu tun. Gesundheit zum Beispiel oder die Beziehungen zwischen Menschen und ihren "Love Brands".
Mit meiner Bildsprache über die leise Dauer und dem lauten Jetzt betrachte ich alles aus der Perspektive der Zeit. Denn alles beginnt mit der Zeit, entwickelt sich in der Zeit und wird durch sie bestimmt und von ihr beeinflusst.
Ich spiele mit den Variationen der Zeit und der Bewegung. Ich spiele mit der wahrhaftigen Anwesenheit ebenso wie mit der Flüchtigkeit des Moments. Die Zeit ist der Raum, die Bühne des Lebens, die ich leidenschaftlich gern beobachte, mit Spannung verfolge und gestalte. Sei es inszeniert oder sich selbst überlassen.
Visuell entsteht daraus eine Ästhetik des Werdens und Verschwindens, die einerseits plakativ und zeitlos ist.
Und andererseits eröffnet meine Bildsprache ungesehene Räume für ein Storytelling mit philosophischer und bedeutungsvoller Tiefe.




